Impulse pro Kanal

"Öffentliche Kanalnetze sind häufig die größten Anlagenwerte von Städten und Gemeinden. Um dieses Vermögen auch in Zukunft zu erhalten, besteht ein erheblicher Handlungsbedarf."

 

Claus Kumutat

Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt

(im Interview mit der DWA - Landesverband Bayern, 2011)

Nachhaltigkeit als Verpflichtung im Bausektor

In der aktuellen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung spielt der Baubereich eine zentrale Rolle. Hier wird nachhaltiges Bauen in der Weise definiert, dass Bausubstanz so zu errichten, umzubauen und zu betreiben ist, dass sie wirtschaftlich, ökologisch, gesellschaftlich und städtebaulich gleichermaßen zukunftsfähig ist. 

 

Was hat Nachhaltigkeit mit der Kanalisation in Deutschland zu tun?


Die Abwasserbeseitigung stellt eine Pflichtaufgabe der öffentlichen Hand, explizit der Städte und Gemeinden dar. Gleichzeitig hat die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit von Bausubstanz – und dazu muss selbstverständlich auch die Kanalisation gezählt werden – Einzug gehalten in nationale Vorgaben, die den Markteintritt regeln. Beispielsweise beinhaltet die Bauprodukten-Verordnung in Nachfolge der bisherigen Bauprodukten-Richtlinie ab Juli 2013, dass Aspekte der Nachhaltigkeit umgesetzt werden müssen. [Vgl. Verordnung (EU) Nr. 305/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2011 zur Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten und zur Aufhebung der Richtlinie 89/106/ EWG des Rates.; vgl. Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) (Hrsg.): Kompendium  Nachhaltiges Bauen, Königswinter 2011, S. 42 f.]


Nachhaltigkeit = Ökonomie + Ökologie + soziale Aspekte


Wirtschaftlichkeit als wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeit spielt daher insbesondere bei kostenintensiven und auf Langlebigkeit ausgerichteten Anlagenwerten, wie sie die Kanalisation darstellt,
eine erhebliche Rolle. Ökologische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit, also Schutz der Natur und des Menschen, beispielsweise auch durch akzeptable Arbeitsbedingungen, stellen gesamt gesellschaftliche
Aufgaben dar. Ökologische Kriterien fanden zudem Eingang in klare Regelungen für die Abwasserwirtschaft, etwa durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie oder das Wasserhaushaltsgesetz.


Impulse pro Kanal – konstruktive Argumentationshilfe für die öffentliche Hand


Die Aktionsgemeinschaft Impulse pro Kanal setzt sich deshalb konstruktiv mit gesetzlichen Anforderungen an die Kanalisation und weitergehend mit Umsetzungsmöglichkeiten durch die öffentliche
Hand auseinander. Mit empirisch belegten Argumenten wird die zum Teil als dramatisch zu beurteilende
Situation der Kanalnetze in Deutschland aufgezeigt. Gleichzeitig werden Forderungen an die Politik gestellt, die als zielführend für die Umwelt, für die Wirtschaft und für die Gesellschaft betrachtet werden.

 

 

Die Aktionsgemeinschaft Impulse pro Kanal ist eine Kooperation verschiedener Verbände und Organisationen zur Förderung von Wasserver- und -entsorgungsanlagen.

Bundesweite Projektkoordination:

Impulse pro Kanal c/o BBB

Beethovenstraße 8

80336 München

info [at] impulse-pro-kanal [dot] de

089 51403181

 

Länderprojekte:

 

Baden-Württemberg

Impulse pro Kanal c/o FBF

Dr. Ulrich Lotz

Gerhard-Koch-Str. 2+4

73760 Ostfildern-Scharnhauser Park

baden-wuerttemberg [at] impulse-pro-kanal [dot] de

Fon 0711 32732300

 

Bayern
Impulse pro Kanal c/o BBB

Dipl.-Ing. Thomas Loders

Beethovenstraße 8

80336 München

bayern [at] impulse-pro-kanal [dot] de

Fon 089 51403181

 

Nordrhein-Westfalen

Impulse pro Kanal c/o FBS

Dipl.-Ing. Wilhelm Niederehe

Schlossallee 10

53179 Bonn

Tel.: 0228-95 45 6-54 

 

Sachsen/Thüringen

Impulse pro Kanal c/o FBF

Norbert Nahl

Meißner Straße 15 a

01723 Wilsdruff

sachsen-thueringen [at] impulse-pro-kanal [dot] de

Fon 035204 78040