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Impulse pro Kanalbau - die Forderungen auf einen Blick:

1. Betrachtung der drei Aspekte der Nachhaltigkeit nicht nur im Hochbau, sondern auch bei der Kanalisation angesichts der hohen öffentlichen Anlagewerte: Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Soziales

Die Abwasserbeseitigung stellt eine Pflichtaufgabe der öffentlichen Hand, explizit der Städte und Gemeinden dar. Die Bundesregierung setzt insbesondere im Baubereich die Nachhaltigkeit ganz oben auf ihre Agenda und betont dabei die Vorbildfunktion öffentlicher Bauten. Gleichzeitig hat die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit von Bausubstanz – und dazu muss selbstverständlich auch die Kanalisation gezählt werden – Einzug gehalten in nationale Vorgaben, die den Markteintritt regeln. Eine nachhaltige Bauweise der Kanalisation beinhaltet ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Vor allem bei kostenintensiven und auf Langlebigkeit ausgerichteten Anlagewerten, wie sie die Kanalisation darstellt, spielt Wirtschaftlichkeit eine erhebliche Rolle. Ökologische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit, also Schutz der Natur und des Menschen, beispielsweise auch durch akzeptable Arbeitsbedingungen, stellen gesamtgesellschaftliche Aufgaben dar.

2. Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben: Erhöhung der Inspektionsrate der Kanalisation - nur so kann der Verpflichtung zur Überwachung der Kanalnetze nachgekommen werden

In Anbetracht der gesetzlichen Rahmenbedingungen (z. B. EU-Wasserrahmenrichtlinie WRRL und Wasserhaushaltsgesetz WHG) sollte der Inspektionsgrad der Kanalisation erhöht werden. Das Risiko, dass nicht inspizierte, schadhafte Kanäle weiterhin zur Verunreinigung von Gewässern beitragen, ist zu hoch.  Schließlich müssen sich Betreiber von Abwasseranlagen stets vor Augen führen, dass die Verunreinigung eines Gewässers durch den Betrieb undichter Kanäle einen Straftatbestand nach § 324 StGB darstellt.

3. Beenden der Gefährdung des Grundwassers durch Exfiltration und Schluss mit der Grundwasserverschwendung durch Infiltration aufgrund mangelhaft sanierter Kanalisation

Eine ernsthafte Bedrohung des Grundwassers als Trinkwasser-Reservoir für die Umwelt im Allgemeinen und die Versorgung mit Trinkwasser im Besonderen stellt der Austritt von Abwasser aus schadhaften Kanalrohren und Schächten dar. Kanalschäden führen zu Exfiltrationen dramatischen Ausmaßes: Schätzungen zufolge exfiltrieren bis zu 440 Mio m3 pro Jahr aus Abwasserkanälen im Boden. Die Infiltration von Grundwasser in defekte Rohrleitungen und Schächte stellt gleichzeitig eine unnötige Verschwendung des kostbaren Gutes Wasser dar, die schnellstmöglich behoben werden muss. Der Zustand, dass im Durchschnitt von 10 m3 Grundwasserentnahme 6 m3 zur Nutzung ins Trinkwassernetz und 4 m3 ungenutzt in Abwassernetze und Kläranlagen gehen, bedarf dringender Änderung.

4. Beenden des massiven Investitionstaus und Einhalten einer jährlichen Investitionsquote, mindestens angelehnt an, aus kaufmännischer Sicht, sinnvollen Instandhaltungsinvestitionen

Der Wiederbeschaffungswert für das öffentliche Kanalnetz in Deutschland wird auf 687 Mrd. Euro geschätzt. Allein um diesen Wert zu erhalten, müssten bei einer angenommenen Lebensdauer von 100 Jahren und den dafür zu tätigen Abschreibungen von 1 %/Jahr Rückstellungen in gleicher Höhe gebildet bzw.  Instandhaltungsinvestitionen in gleicher Höhe über die Nutzungsdauer hinweg getätigt werden.Tatsächlich werden nur ca. 1,41 Mrd. Euro/Jahr investiert, das entspricht etwa einem Fünftel. Damit müssten neu gebaute Kanäle eine fiktive Lebensdauer von rund 500 Jahren aufweisen, allein um den jetzigen Zustand aufrecht zu erhalten.

 

Eine Investitionsquote, angelehnt an sinnvolle Abschreibungen, Rückstellungen und daraus zu tätigende Instandhaltungsinvestitionen, sollte eingehalten werden, damit diese hohen Anlagewerte geschützt werden.



5. Aufstellen eines individuellen Sanierungs- bzw. Erneuerungskonzeptes für die Kanalisation der öffentlichen Hand unter Beachtung der Nachhaltigkeitskriterien

Ein gut durchdachtes Konzept zeigt einen optimalen Mittelweg bei Umfang und den gewählten Arten bei Sanierung oder Erneuerung auf. Welcher Stellenwert dabei Zielen wie „hohe Betriebssicherheit“, „Werterhalt des Kanalnetzes“ oder „kurzfristig niedrige Sanierungskosten“ zugeordnet wird, entscheidet die Kommune. Insbesondere unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sollte eine hohe Nutzungsdauer in der ökonomischen Gesamtrechnung berücksichtigt werden. Es lohnt sich, verschiedene Varianten gegenüber zu stellen. Ein angemessener Grundwasser-, Boden- und Gesundheitsschutz sollte bei der Kanalsanierung immer angestrebt werden.

Die Aktionsgemeinschaft Impulse pro Kanal ist eine Kooperation verschiedener Verbände und Organisationen zur Förderung von Wasserver- und -entsorgungsanlagen.

Bundesweite Projektkoordination:

Impulse pro Kanal c/o BBB

Beethovenstraße 8

80336 München

info [at] impulse-pro-kanal [dot] de

089 51403181

 

Länderprojekte:

 

Baden-Württemberg

Impulse pro Kanal c/o FBF

Dr. Ulrich Lotz

Gerhard-Koch-Str. 2+4

73760 Ostfildern-Scharnhauser Park

baden-wuerttemberg [at] impulse-pro-kanal [dot] de

Fon 0711 32732300

 

Bayern
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Dipl.-Ing. Thomas Loders

Beethovenstraße 8

80336 München

bayern [at] impulse-pro-kanal [dot] de

Fon 089 51403181

 

Nordrhein-Westfalen

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Dipl.-Ing. Wilhelm Niederehe

Schlossallee 10

53179 Bonn

Tel.: 0228-95 45 6-54 

 

Sachsen/Thüringen

Impulse pro Kanal c/o FBF

Norbert Nahl

Meißner Straße 15 a

01723 Wilsdruff

sachsen-thueringen [at] impulse-pro-kanal [dot] de

Fon 035204 78040